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Der eigentliche Brand dauerte etwa fünf Stunden:
Nach einer einstündigen Anwärmphase, während der nur langsam Holz nachgelegt wurde, folgte die "Hochheizphase", in der ununterbrochen nachgelegt wurde.
Als um ca. 22.00 Uhr der Holzvorrat aufgebraucht und unsere Kräfte erschöpft waren, wurden - bei voller Flamme - die Ofentür und der Schornstein dicht verschlossen (mit Lehm verschmiert und mit Erde zugeschüttet). Das Feuer bekam nun keinen Sauerstoff mehr von aussen. Es entstand eine reduzierende Atmosphäre - ein Überschuss an Kohlenmonoxid - im Ofen. Der Rauch dringt in die Poren der Keramikobjekte ein und färbt sie dauerhaft schwarz. (Dieses Verfahren funktioniert bis etwa 900°).

Über Nacht kühlte der Ofen langsam ab. Beim Ausräumen am darauffolgenden Abend war noch Wärme im Ofen. Die Gefässe und Figuren sind - bis auf eine von den unzureichend getrockneten Schalen - alle heile geblieben.



Leider war durch das Guckloch bis zum Ende des Brandes keine Rotglut erkennbar, so dass eine Umwandlung von Ton zu Keramik nur teilweise stattgefunden hat.

Mögliche Fehlerquellen:
- zu kurze Brenndauer.
- die Ofenwände benötigen beim ersten Brand besonders viel Hitze, da sie erst gebrannt werden müssen.
- Die Isolierschicht ist zu dünn - Wärmeverlust.


Dennoch sind interessante und schöne Ergebnisse dabei herausgekommen. Die geschwärzten Oberflächen weisen zum Teil einen silbrigen Graphitglanz auf (Beispiele sind in der Schwarzbrand-Galerie zu sehen).
Alles in Allem: Ein spannendes Ereignis!

 

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